Enterprise Service Management Kolumne Peter Weisbach

Digitale Transformation: Services durchgängig managen

Die Digitalisierung stellt CIOs und IT-Leitern neue Aufgaben. IT-Services bereitstellen und managen reicht nicht mehr. Es gilt, die digitale Transformation des Unternehmens voranzutreiben. Der Schlüssel dazu ist ein neuartiges Service Portfolio Management.

Business und IT wachsen in der digitalen Transformation zusammen. Die IT im Unternehmen ist gefordert, bestehende Services mit Blick auf aktuelle Marktanforderungen weiterzudenken oder völlig neu zu entwickeln. Der Weg dorthin führt über ein Service Portfolio Management, das Business- und IT-Services aus ganzheitlicher Perspektive abbildet – ein weiterer wichtiger Baustein für ein zukunftsorientiertes Enterprise Service Management.

Kontinuierliche Service-Inventur

Damit die IT das Business wirklich umfassend unterstützen kann, muss ein Überblick über alle bestehenden Services her. Nur so lassen sich alle geschäftlich benötigten Services für ein nahtloses Business-IT-Alignment identifizieren, aufbauen und bereitstellen. Inventur ist also angesagt – und das nicht nur einmal im Jahr, sondern im Sinne eines kontinuierlichen Managements. Schließlich verändert die digitale Transformation die Märkte und Anforderungen der Kunden an das Geschäftsmodell permanent. Business- und IT-Services müssen mit diesem rasanten Wandel Schritt halten. Die IT muss sich daher permanent fragen: Welche neuen Services sollen wir bereitstellen? Welche sind redundant und können abgeschaltet werden? Wie wirken sich die Änderungen auf Kostenstruktur und Business aus? Sollen wir Software und Services einkaufen oder selbst entwickeln? Wo ist vielleicht ein Outsourcing sinnvoll? Auf Basis des umfassenden Service Portfolio Management entscheiden CIOs und IT-Leiter hier schnell und richtig.

Drei Säulen des Enterprise Service Portfolio

Wie ist ein effektives Enterprise Service Portfolio Management strukturiert? Im Prinzip ähnlich wie ein IT Service Portfolio. Es setzt sich zusammen aus den Bereichen Service Pipeline, Service Catalog und Service Retirement.

  • Service Pipeline: Input aus dem Business
    Die Service Pipeline versammelt jene Services, die aktuell aus den Fachbereichen nachgefragt werden – aufgrund neuer Kundenanforderungen oder Veränderungen des Geschäftsmodells im Zuge der digitalen Transformation. Die Services werden anhand von Kennzahlen nach ihren Kosten, Risiken und ihrem Businessnutzen bewertet.
  • Service Catalog: Herzstück des Portfolio Managements
    Der Katalog bildet alle schon verfügbaren und aktuell in Entwicklung befindlichen Services ab, einschließlich vollständig oder teilweise ausgelagerter Services und eventueller Managed Services. So finden sich alle wichtigen Informationen an einem Ort: Beschreibung, Policies, SLAs, Bestellungen und Anforderungen, Support, Preis und Verrechnungsweise.
  • Service Retirement: Und ab in den Ruhestand
    Services müssen kontinuierlich auf ihre Businessrelevanz hin geprüft werden. Außerdem müssen im Zuge der digitalen Transformation bestehende Services rasch konsolidiert oder neue entwickelt werden. Das Service Retirement stellt sicher, dass nicht mehr relevante Services rechtzeitig in den Ruhestand gehen – das spart unnötige Betriebs- und Wartungskosten. Außerdem stehen mehr Ressourcen für Service-Innovationen bereit.

Fazit

Die Digitalisierung verändert Geschäftsmodelle, Unternehmen und Prozesse. Der CIO wird zum Treiber der Digitalisierung und Servicierung – und ein smartes Enterprise Service Management zu seinem wichtigsten Erfolgsinstrument. Mit Blick auf ein digitales Business IT Alignment und die ganzheitliche Servicierung des Unternehmens sind CIOs und IT-Leiter gut beraten, sich intensiv mit dem Aufbau eines Enterprise Service Management zu beschäftigen. Und das eher heute als morgen. Das Service Portfolio Management ist dabei ein Schlüsselelement für eine erfolgreiche Digitalisierung.

 

Autor: Peter Weisbach, REALTECH-Geschäftsführer und Leiter der Digital Business Unit

 

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